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Blended Learning


Niveau Sekundarstufe 2
Standards Lernstoff erschließen

Kompetenz:
Die Schülerinnen und Schüler erschließen mit Hilfe von Blended Learning selbstorganisiert Unterrichtsstoff.

Problem:
Der Lerntypus bei Schülerinnen und Schülern ist unterschiedlich (Einteilung nach Frederic Vester: optisch/visuell, auditiv, haptisch, kognitiv).

Blended Learning ermöglicht mit Hilfe von technischen eLearning-Plattformen die Aufbereitung des Lernstoffs nach verschiedenen Lerntypen und mit unterschiedlichen Zugängen. Außerdem bewirkt es durch die Wahl des Lernortes und der Lernzeit hohe Motivation bei den Lernenden.

Blended Learning eröffnet ChancenBlended Learning enthält eine Kombination aus Präsenzunterricht und Online-Anteilen. Es wird zwischen fünf blended Learning Modellen unterschieden.

  1. Das Rotations-Modell: Enthält nach einer vorgegebenen Struktur sowohl Präsenz- als auch Online-Anteile.
  2. Das Flex-Modell: Bei diesem Modell werden die Unterrichtsmaterialien hauptsächlich online zur Verfügung gestellt. Lehrkräfte können bei Bedarf kontaktiert werden und leisten dann auch Face-To-Face Support.
  3. Der Eigene Blend: Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich zusätzlich zum Präsenzangebot zu einem reinen Online-Kurs.
  4. Das angereicherte virtuelle Modell: Dieses Modell enthält zum Auftakt und/oder zum Abschluss eines Präsenzangebotes einen virtuellen Kurs.
  5. Flip-the-Classroom: In diesem Modell werden Übungsphasen in den Präsenzunterricht und Erarbeitungsphasen in den Online-Unterricht übertragen. Die Erarbeitung wird dann zur Hausaufgabe. Als Hausaufgabe haben die Schülerinnen und Schüler meistens sog. Erklärvideos durchzuarbeiten. Der Vorteil dieses Modells ist, dass Übungs- und Vertiefungsphasen in den Präsenzunterricht geholt werden und somit eine individuelle Förderung und differenziertere Diagnose gemacht werden kann.

Bei einem guten blenden Learning werden folgende Punkte berücksichtigt:

In blended Learning-Szenarien können drei Aktivitätsformen unterschieden oder miteinander kombiniert werden:

  1. Selbstgesteuertes eLearning: Folgt dem Prinzip „Learning anytime and anywhere“. Die Lernenden können frei entscheiden, wann, wo und mit welchen Inhalten sie arbeiten. Dies fordert natürlich ein hohes Maß an Planungskompetenz von den Lernenden ab.
  2. Live eLearning: Hier wird die Lernveranstaltung mit Hilfe eines Webcast oder die Arbeit in einem virtuellen Klassenraum zu einem festgesetzten Termin parallel zur Präsenzveranstaltung abgehalten. Hier besteht der Vorteil des face-to-face-Kontakts mit dem Lehrkörper: Fragen können gestellt und beantwortet werden.
  3. Rationelle Präsenzlehre: Parallel neben Vorlesung, Seminar, Übung; Diskussion, Unterricht werden Online-Inhalte bereitgestellt. Klassisches Modell hierfür ist das angereicherte virtuelle Modell (vgl. die Definition weiter oben).

Es wird also wie in einem guten Unterricht auf digitale Mikro- und Makromethoden zurückgegriffen, um den Lernstoff den Schülerinnen und Schülern online mit einem anderen Medium aufzubereiten.

Der große Vorteil des Blended Learnings ist natürlich die große Möglichkeit, differenziert in der Aufgabenstellung vorzugehen, wenn man das nun möchte. Studien belegen, dass Studenten mit Blended Learning Angeboten weitaus einen höheren Lernerfolg erzielen, als rein mit digitalen Inhalten als auch mit Massenvorlesungen (vgl. Rovai & Jordan, 2004 und Graves & Twigg, 2006).

  • Kuntze, M (2017). „Blended Learning - Eine Einführung für den Einsatz im Schulunterricht“. Norderstedt: Books on Demand. ISBN 978-3-744-8412-45
  • Rovai, A. P. & Jordan, M. H. (2004). „Blended Learning and Sense of Community: A comparative analysis with tradtional and fully online graduate courses. USA: Regent University. Online http://www.irrodl.org/index.php/irrodl/article/viewArticle/192/274. abgerufen am 23.10.2016 14:27 Uhr. ISSN: 1492-3831
  • Graves, W. & Twigg, C. (2006). „The Future of Course Redesign and the National Center for academic transformation: an Interview with Carol A. Twigg,“ Innovate: Journal of Online Education. Volume 2, Issue 3. Article 1. Online http://nsuworks.nova.edu/innovate/vol2/iss3/1. abgerufen am 23.10.2016 14:27 Uhr.
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  • Zuletzt geändert: 06/22/17/07:38:07
  • von Marcus Kuntze